Grundschule Wutha-Farnroda

Unser Schulkonzept haben wir hier in übersichtlicher Form zusammengefasst:

Gutes Lernen

für alle

Schulkonzept

der

Grundschule am Rehberg

Staatliche Grundschule Wutha-Farnroda

zuletzt geändert am 27.08.2026

INHALTSVERZEICHNIS

0.Unser Leitbild
1.Äußere Bedingungen
1.1Angaben zur Schule und zum Schulträger
1.2Angaben zu Schülerschaft und Kollegium
1.3Räumliche Bedingungen
2.Pädagogische Schwerpunkte
2.0Vorbemerkung
2.1Schule als Ort der Lebensfreude und Geborgenheit
2.2Schule als Ort für Demokratie und Mitbestimmung
2.3Gutes Lernen für alle
2.3.1Ausrichtung nach dem Churermodell (Arbeitsstand)
2.3.2Ritualisiertes Handeln
2.3.5Feedback-Kultur
2.3.6Lernen braucht Bewegung
2.4Lese- und Rechtschreibkonzept für den Anfangsunterricht
2.4.1Schreiben und lesen lernen mit der Anlauttabelle
2.4.2Schreiben und lesen lernen mit der Silbenmethode
2.4.3Schreiben und lesen lernen durch die allmähliche Einführung von Buchstaben
2.4.4Lesen und Rechtschreiben in den Klassen 2-4
2.4.5Projekt Ukulele
2.5Regeln
2.6Rhythmisierung
3.Hortkonzept
3.0Einleitung
3.1Ziele unserer pädagogischen Arbeit
3.2Räumliche Bedingungen
3.3Tagesablauf
3.4Ferienbetreuung
4.Zusammenarbeit mit externen Partnern
4.0Kooperative Schulgestaltung
4.1Zusammenarbeit mit pädagogischen Partnern
4.1.1Schulsozialarbeit
4.1.2Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum
4.1.3Zusammenarbeit mit den Kindergärten
4.1.4Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen
4.1.5Zusammenarbeit mit den Eltern/dem Förderverein
4.2Zusammenarbeit mit regionalen Partnern
5.Traditionen
5.1Wiederkehrende Höhepunkte im Schuljahr
5.2Kooperationsplan mit örtlichen Kindergärten

Unser Leitbild

Sei herzlich willkommen an unserer Schule,

mit deinen Vorlieben und Stärken,

mit deinen Schwächen,

mit den Geschichten, die du mitbringst.

Wir wollen dich mit unserer Professionalität beim Lernen unterstützen

und dir nach Kräften die Freude daran bewahren.

Wo du eine Hand brauchst, da reichen wir sie dir,

und lassen dich Sprünge machen, wenn du dich sicher fühlst,

damit du dein Bestes geben und erreichen kannst.

Ein achtungsvolles Miteinander und ein lebendiger Austausch sind uns sehr wichtig.

In diesem Sinne laden wir dich und deine Familie ein, Teil unserer Schulgemeinschaft zu sein.

Sei herzlich willkommen an unserer Schule,

jeden Tag neu.

  1. Äußere Bedingungen
  1. Angaben zur Schule und zum Schulträger
 SchuleSchulträger
NameStaatliche Grundschule „Am Rehberg“Landratsamt Wartburgkreis Schulverwaltung
StraßeRingstraße 27Erzberger Allee 14
Ort99848 Wutha-Farnroda36433 Bad Salzungen
Telefon036921-9634303695-617200
Fax036921-2785303695-617225

Schule im Internet

E-Mail:              gs.wutha-farnroda@schulen-wak.de

Homepage:        www.gs-wutha-farnroda.de

Seit 01.08.2024 ist unsere Schule Teil des Startchancen-Programms der Bundesregierung.

  1. Angaben zu Schülerschaft und Kollegium

Unsere Schule besuchen ca. 240 Kinder aus Wutha-Farnroda und den Ortsteilen Schönau, Mosbach, Deubach und Kahlenberg.

Zum Stammpersonal der Schule gehören 14 Lehrer/innen und
9 Erzieher/innen. Die Schulleitung besteht aus Frau Köhler (Schulleiterin), Frau Obst (Stellvertreterin) und Frau Gössel (Hortkoordinatorin). Frau Schmidt ist die Beratungslehrerin der Schule.                              .                               

Ergänzt wird unser Kollegium durch Frau Simmen (Mobiler Sonder-pädagogischer Dienst), Frau Rudloff (Sonderpädagogische Fachkraft) und Frau Müller (Schulsozialarbeit).

Aktualisierungen unserer Personalsituation finden Sie jeweils auf unserer Homepage.

1.3 Räumliche Bedingungen

Das Schulgebäude der heutigen Grundschule „Am Rehberg“ wurde 1985 als standardisierter Plattenbau errichtet. Nach wechselnden Belegungen (z.T. Grundschule und Regelschule gemeinsam, später Hörselbergschule) lernen hier nun die Schüler der Grundschule „Am Rehberg“. Das Gebäude wurde im Schuljahr 2011/2012 saniert.

Das Schulgebäude ist außer mit 10 Klassenräumen mit einer Bibliothek, einem Computerkabinett, einem Werkraum, einem Beratungszimmer  sowie zwei Kleingruppenräumen ausgestattet, in denen die pädagogische und sonderpädagogische Förderung durchgeführt wird, sofern diese nicht inklusiv erfolgen kann. Die Schule verfügt über eine Aula, die durch eine flexible Wand vielseitig nutzbar ist, für Veranstaltungen mit allen Kindern oder die Einschulungsfeier aber nicht ausreicht.

Eine Besonderheit stellt ein Unterrichtsraum dar, der 1990 nach der Kon-zeption „Räume gestalten“ von Professor Mahlke umgebaut wurde. Durch Schaffung einer zweiten Ebene mit Holzeinbauten wurden verschiedene Funktionsbereiche geschaffen.

Der Hort verfügt über 3 spezielle Horträume und nutzt am Nachmittag die Klassenzimmer mit. Im Kellergeschoss befinden sich die Hortküche, die Essensausgabe sowie der Speiseraum.

Auf dem Außengelände der Schule befinden sich der Schulhof mit verschiedenen Spielmöglichkeiten für die Kinder, eine Außensportanlage und der Schulgarten. Eine Turnhalle gehört ebenfalls zur Schule und steht auf dem Schulgelände; diese wurde allerdings bei der Schulsanierung nicht berücksichtigt. Sie bietet allen Klassen, einigen Kooperationspartnern sowie vielen Vereinen eine sportliche Heimat.

In allen Klassenräumen gibt es WLan-Zugriff für schulische Geräte. Dies ermöglicht die Integration unserer Schüler-Endgeräte in den Unterricht.

  • Pädagogische Schwerpunkte     

2.0 Vorbemerkung

Unser Konzept ist für Sie geschrieben, liebe Leserin, lieber Leser. Wir gehen davon aus, dass Sie Eltern oder Großeltern oder pädagogisch interessierte Menschen sind, die sich über die Arbeit an unserer Schule informieren möchten. Deshalb haben wir versucht, die Grundlagen unserer Arbeit verständlich und praxisnah zu formulieren. Sollte darüber hinaus der Wunsch bestehen, die wissenschaftliche Basis unseres Lehrens und pädagogischen Handelns näher zu beleuchten, fragen Sie uns gerne, damit wir Ihnen die weiterführende Literatur nennen können.

2.1 Schule als Ort der Geborgenheit und Lebensfreude

Je wohler wir uns fühlen, umso besser sind wir in der Lage, uns zu konzentrieren, Neugierde zu entwickeln und uns auf neue Aufgaben einzulassen. Das gilt für Menschen jeden Alters, ganz besonders aber für Kinder, die ihren Gefühlen noch unmittelbarer ausgesetzt sind als Erwachsene. Die Geborgenheit, die ein Kind in seiner Klassen- und Schulgemeinschaft fühlt, ist also eine wichtige Voraussetzung für gutes und effizientes Lernen. Deshalb nehmen wir die persönlichen Beziehungen an unserer Schule sehr ernst. Wir sorgen durch die Stundenplanung dafür, dass in aller Regel die Klassenlehrerin selber die Kinder morgens in Empfang nehmen kann. In der Zeit bis zum Unterrichtsbeginn (Gleitzeit) besteht die Möglichkeit zu Gesprächen, in denen die Kinder loswerden können, was sie gerade beschäftigt. Das aufmerksame und aktive Zuhören ist für uns Lehrerinnen ein wichtiger Baustein in der Beziehung zu

„unseren“ Kindern.

Darüber hinaus tragen wir dafür Sorge, dass sich jedes Kind in seiner Persönlichkeit angenommen fühlt. Manche Schüler kommen mit kleineren oder größeren häuslichen Sorgen in die Schule, andere mit Ängsten. Besonders temperamentvolle Kinder brauchen viel Abwechslung und Bewegung, eher stillere Kinder einen geschützten Raum zum Lernen oder Entspannen. Unsere Kinder und ihre Bedürfnisse zu kennen und sie mit allem, was sie an Eigenschaften mitbringen, zu schätzen, das ist das Fundament für unsere Arbeit. Wer sich wertgeschätzt fühlt, fühlt sich sicher, und wer sich sicher fühlt, lernt gut. Wir versuchen dies für jedes einzelne Kind an unserer Schule zu erreichen.

Wichtig ist es uns auch, schöne Dinge mit unseren Schülern zu erleben. Geburtstage werden liebevoll gefeiert, aber auch der Abschluss wichtiger Lernabschnitte wie z.B. die Lesefeier für jedes Kind, das die Leseprüfung bestanden hat. Für abgeschlossene Lehrgänge und besonders gutes Verhalten gibt es Urkunden oder Lob. Wir freuen uns gemeinsam mit den Kindern über ihre Fortschritte und feiern diese in der Klassengemein-schaft.

Schule dient auch als Schutzraum, zum Beispiel bei Fällen von häuslicher Gewalt oder sexuellem Missbrauch (s. Konzept „WIR SAGEN NEIN“).
Wir machen unsere Kinder durch Präventionsprogramme und den Klassenrat stark, damit sie lernen, Grenzen zu setzen, diese anzuerkennen und sich im Fall einer Notlage vertrauensvoll an uns wenden.

Auf dieser Grundlage der Geborgenheit und Lebensfreude können sich die Kinder nun auf den Weg machen und ihre Eigenständigkeit allmählich erweitern. Wir trauen ihnen das zu, und die Kinder lernen dadurch, sich auch selbst immer mehr zuzutrauen. So wächst jedes Kind, so wachsen wir als Klassengemeinschaft gemeinsam.

2.2 Schule als Ort von Demokratie und Mitbestimmung

Demokratie beginnt im Kleinen. Deshalb ist uns wichtig, dass manche Rituale ganz in Schülerhand liegen. In der Schuleingangsphase gibt es jeweils für einen abgestimmten Zeitraum einen Präsidenten oder eine Präsidentin. Dieses Kind führt durch den Morgenkreis, unterstützt von verschiedenen Chefs (z.B. Lieder- oder Datumschef). In den Klassen 3 und 4 übernehmen die Klassensprecher verantwortungsvolle Aufgaben und werden an Kontakten mit Sponsoren der Schule oder der Presse beteiligt. Durch die Teilnahme von zwei Viertklässlern an der Schulkonferenz sind die Schüler/innen in alle hier besprochenen schulischen Entscheidungen mit einbezogen.

Regelmäßig finden Treffen mit zwei Vertretern aus allen Klassen und der Schulsozialarbeiterin statt, bei denen Neuerungen, Ideen oder Probleme im Schulalltag zielorientiert und auf Augenhöhe besprochen werden. Hier melden sich auch unsere Jüngsten schon selbstbewusst zu Wort. Das Besprochene und Vereinbarte wird von den Teilnehmer/innen verantwortungsvoll an die Klassen weitergegeben.

Im Klassen- und Hortrat lernen die Kinder, sich für ihre Bedürfnisse und die Belange der Gruppe einzusetzen und Entscheidungen gemeinsam auszuhandeln. Sie machen dabei demokratische Mehrheits- und Minderheitserfahrungen und erleben Selbstwirksamkeit, indem ihre Vorschläge gehört, besprochen und ggf. umgesetzt werden. Hier zeigen die Kinder eine ständig wachsende Selbstkompetenz und entwickeln die Fähigkeit, Ideen und Planungen in erfolgreiche Projekte umzuwandeln. 

2.3 Gutes Lernen für alle


An unserer Schule lernen alle Kinder in altershomogenen Klassen und werden in der Regel durch ihre gesamte Grundschulzeit von einer Klassenlehrerin begleitet. Der Unterricht ist so aufgebaut, dass er die Entwicklung der Klasse als Lerngemeinschaft fördert, gleichzeitig aber auch auf die individuellen Voraussetzungen der Schüler/innen eingeht.                      


2.3.1 Ausrichtung nach dem Churermodell (Arbeitsstand)


Um den mannigfaltigen Herausforderungen unseres Schul- und Unterrichtslebens gerecht zu werden, haben wir uns als Schule auf den Weg gemacht und nach neuen Lernformen gesucht. Seit dem Schuljahr 2025/2026 richten wir den Unterricht zunehmend nach dem Churermodell aus. Nach diesem Modell hat jede Klasse einen festen Sitzkreis, in dem jeder Unterricht beginnt und endet. Die Unterweisung im Basiswissen erfolgt im Kreis, das erweiterte und Expertenwissen erarbeiten sich die Lernenden in einer vorbereiteten Lernumgebung, die ab dem Schuljahr 2026/2027 verstärkt auch Montessori-Materialien einbeziehen wird. Das Konzept sieht vor, dass die Schüler/innen sich ihre Arbeitsplätze teilweise selbst aussuchen und unter bestimmten Voraussetzungen auch den Flur nutzen dürfen. Dabei arbeiten grundsätzlich alle am gleichen Lerngegenstand. Bei weiterführendem Interesse können Sie sich unter diesem Link informieren: https://churermodell.ch/index.php/konzept

Ab dem Schuljahr 2026/2027 lernen die ersten Klassen verbindlich nach dem Churermodell. In allen anderen Klassen existieren Elemente des Modells in unterschiedlichen Ausprägungen.

Wir erleben durch die höhere Eigenverantwortung der Kinder an ihrem eigenen Lernen eine gestärkte Unterrichtsfreude, höhere Partizipation an allen Entscheidungen und eine überraschende und für uns inspirierende Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

Jedes Kind ist anders. Das können und wollen wir nicht ändern. Mit unseren Methoden gelingt es, den unterschiedlichen Veranlagungen und Interessen gerecht zu werden. Wir bemühen uns täglich, Themen und Lernarrangements zu finden, die allen Kindern entgegenkommen. Dabei sind die nicht immer gleichen Interessen von Jungen und Mädchen, aber auch verschiedene Lerntypen, Temperamente und Vorerfahrungen zu berücksichtigen.

Auch die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Kinder in einer Klasse können beim Churermodell berücksichtigt werden. Gemeinsame Inputs und darauf folgende individuelle Lernphasen ermöglichen, dass die Lehrpersonen sich jeweils mit einzelnen Kindern intensiver befassen können. Methodisch geöffnete Phasen ermöglichen vor allem den sehr leistungsstarken Kindern, ihre besonderen Fähigkeiten und Interessen zu entfalten, während andere Kinder direkt bei und mit der Lehrerin arbeiten können. So kann gutes Lernen für alle Kinder gelingen.

Die Auswahl als Startchancen-Schule ermöglicht dabei längerfristig zum einen die intensive Weiterbildung des Kollegiums, zum anderen die Neuausstattung der Klassenräume.  

2.3.2   Ritualisiertes Handeln

Rituale im Schulalltag geben den Kindern ein heimeliges und sicheres Gefühl: Hier kennen sie sich aus, hier gehören sie hin. Auf der Grundlage dieser Sicherheit können sie sich ganz auf das Lernen konzentrieren.

Eine besondere Rolle bei den Ritualen spielt der Tagesanfang. Beginnt dieser verlässlich immer mit den gleichen Worten, Gesten, Liedern und Abläufen, ist dies eine gute Voraussetzung für einen ruhigen und entspannten Lernbeginn.

Daher spielen die „Morgenkreise“ an unserer Schule eine wichtige Rolle. Alle Klassen beginnen die Woche mit einem Erzählkreis vom Wochenende und beenden sie mit dem Klassenrat. In vielen Klassen finden noch zusätzliche Kreise statt, z.B. der Lese- und der Naturkreis.

2.3.3  Feedback-Kultur

Lange Zeit lag das „Beurteilungsmonopol“ in der Schule bei den Lehrern. Diese gaben den Schülern ein Feedback zu ihren Leistungen und ihrem Verhalten, teils durch Noten, teils durch mündliche oder schriftliche Beurteilungen. Doch inzwischen hat sich die Feedback-Kultur in der Schule gewandelt. Wir legen großen Wert darauf, dass die uns anvertrauten Kinder lernen, sich und andere realistisch einzuschätzen, und ein kritisches, höfliches und wertschätzend formuliertes Feedback geben können.

Dies wird besonders im Klassenrat trainiert. Hier werden nicht nur Konflikte gelöst und Ideen besprochen, sondern es wird auch die Woche reflektiert (Leistung, soziales Verhalten, Arbeitsverhalten). Oft entstehen so auch individuelle Ziele für die neue Woche.

Auch im Unterricht spielt das Feedback eine Rolle. Im Churermodell endet jede Unterrichtsphase mit einer Reflexionsphase im Kreis, bei der die Kinder ihr eigenes Lernverhalten und -ergebnis einschätzen sollen. Auch gegenseitig schätzen die Kinder sich ein, z.B. nach Schülervorträgen, nach dem Vorsingen oder der Präsentation einer Arbeit. Die Schüler werden auch aufgefordert, den Lehrerinnen ein Feedback zu geben, z.B. darüber, ob ihnen das Thema der Stunde oder spezielle Methoden gefallen haben, ob diese hilfreich waren, schwer oder leicht zu bewältigen.

Manche dieser Reflektionen werden im Portfolio der Schüler/innen fest-gehalten, das wir für jedes Kind ab der ersten Klasse einführen. Es ist uns wichtig, dass die Kinder lernen, sich selbst und andere kritisch einzuschätzen, ihre eigene Verantwortung für Lernprozesse und Gruppenprozesse zu übernehmen und Kritik angemessen vorzutragen. Dies alles sind Fähigkeiten, die einen wichtigen Grundstein nicht nur für ihre weitere Schullaufbahn, sondern für ihr gesamtes Leben legen können.

2.3.4 Lernen braucht Bewegung

Um unseren Lernenden die bestmöglichen Chancen für konzentriertes und effektives Lernen zu geben, bauen wir täglich präventive koordinative Bewegungsübungen in den Tagesablauf ein. Gleichgewichts- und Koordinationsübungen aus dem Bewegungskalender „Bildung kommt ins Gleichgewicht“ gehören zur Morgenroutine und werden am Anfang der Hausaufgabenzeit praktiziert. Übungen wie „Guten Morgen, liebes Knie“ fördern die genannten Bereiche und liefern uns wertvolle Hinweise über die Entwicklungsstände und Förderbedarfe der Kinder.

2.4 Lese- und Rechtschreibkonzept für den Anfangsunterricht

Wir wollen den Kindern an unserer Schule die Möglichkeit geben, nach der Methode lesen zu lernen, die ihren individuellen Voraussetzungen am besten entspricht. Deshalb bieten wir den Kindern folgende Lernwege an:



2.4.1  Schreiben und lesen lernen mit der Anlauttabelle


Kinder, die schon ein gutes Sprachgefühl mitbringen und sich bereits länger für Buchstaben interessieren, können mit der Anlauttabelle erstaunlich schnell Leseerfolge aufweisen. Sie hören die Laute einzelner Wörter, verschriften sie mit Hilfe der Tabelle und erlernen dadurch das Lesen. Der Vorteil ist, dass sie nicht warten müssen, bis alle Buchstaben eingeführt sind, sondern gleich in ihrem eigenen Tempo loslegen können. Bei vielen unserer Kinder hat diese Methode schon dazu geführt, dass sie nach kurzer Zeit zu guten und begeisterten kleinen Lesern geworden sind.

Sobald sie das Lesen erlernt haben, beginnen sie sich mit Rechtschreib-besonderheiten, z.B. der Großschreibung von Nomen und Satzanfängen, mit doppelten Mitlauten u.ä. auseinanderzusetzen.

2.4.2  Schreiben und lesen lernen mit der Silbenmethode

Eine Silbe ist eine kleine, für die Kinder gut überschaubare Einheit, ein Bindeglied zwischen Buchstaben und Wörtern. Durch das Durchgliedern von Wörtern in Sprechsilben und das spezielle Lesetraining mit Silben erlangen die Schüler/innen durch Übung die Fähigkeit, eine Silbe als Ganzes zu erfassen und zu lesen. Dadurch müssen sie sich Wörter nicht mühsam durch das Zusammenziehen der einzelnen Buchstaben erlesen, sondern können die Silben aneinanderreihen. Dies führt zu einer zügigeren Leseweise. Auch längere Wörter können so erlesen werden, ohne dass die Kinder dabei den Überblick verlieren.

Auch bei der Rechtschreibung spielt die Silbe eine zentrale Rolle. Hier ist besonders wichtig die Unterscheidung von offenen Silben (die auf einem Vokal enden) und geschlossenen (enden auf einem Konsonant). Beim Abschreiben hilft die Silbenstruktur bei der Durchgliederung des Wortes.

2.4.3 Schreiben und lesen lernen durch die allmähliche Einführung der Buchstaben

Eine nach Schwierigkeitsgrad gestaffelte Einführung der einzelnen Buchstaben findet in einem fibelähnlichen Lehrgang statt, den alle Kinder mit ihrer Lehrerin gemeinsam absolvieren. Differenzierte Aufgaben im Material sorgen dafür, dass niemand überfordert wird und niemand sich langweilen muss. Die Besonderheiten der Laute (Vokale, Konsonanten, „Dauerkonsonanten“ wie m und l, plosive Laute wie p und t) finden dabei besondere Beachtung. Durch diese für die Kinder aufbereitete Systematik wird der Leseprozess erleichtert. Durch die häufige Wiederholung der Übungswörter prägen sich diese bei den Kindern gut ein.

2.4.4  Lesen und Rechtschreiben in den Klassen 2-4

Natürlich ist uns die Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenzen in allen Klassenstufen ein wichtiges Anliegen. Wir legen großen Wert darauf, Lesemotivation und Lesefreude und so die Lesefähigkeit als wichtige Kompetenz für das selbstständige Lernen zu entwickeln.

Das Üben der Rechtschreibung erfolgt in enger Verbindung mit den Bereichen „Texte schreiben“ und „Sprachbewusstsein entwickeln“. Dabei wollen wir Rechtschreibstrategien anbahnen und festigen, grundlegende grammatische Strukturen entwickeln und Schreib- und Sprachkompeten-zen fördern.

Tägliche Rechtschreibübungen mit Lernwörtern werden mehrfach wöchentlich in den Unterricht integriert. Verstärkt verzichten wir auf Kopien, bei denen die Schüler/innen nur einzelne Satzteile ergänzen müssen, sondern setzen auf das Abschreiben des ganzen Textes. Denn Lesen und Schreiben lernt man durch Lesen und Schreiben.

2.4.5 Projekt Ukulele

Seit dem Schuljahr 2020/2021 gibt es an unserer Schule das Projekt Ukulele. Dank des Fördervereins konnten wir drei Klassensätze Ukulelen anschaffen und setzen diese im Musikunterricht ein, da die praktische Erfahrung mit einem Instrument durch keinen theoretischen Unterricht zu ersetzen ist und wir die Freude der uns anvertrauten Kinder am Musikzieren fördern möchten.

Viele der Kolleg/innen haben sich während der Corona-Schließzeit im Frühjahr 2020 mit dem Instrument vertraut gemacht, so dass ein Einsatz fächerübergreifend möglich ist, z.B. im Morgenkreis oder bei Liedern in anderen Fächern. Auch bei Schulveranstaltungen wie dem Weihnachtsprogramm oder bei der Schuleinführung kommen die Instrumente zum Einsatz.

2.5  Regeln

In unserer Hausordnung, die in Zusammenarbeit mit unseren Kindern entstanden ist und im Schulhaus aushängt, sind die Regeln unseres Zusammenlebens aufgeschrieben. Höflichkeit, Freundlichkeit und die „Goldene Regel“ (Behandle andere so, wie du selber behandelt werden möchtest) sind für uns wichtig und werden im Schulalltag bewusst gelebt. Bei Verstößen gegen Regeln werden die Schüler/innen dazu angehalten, ihr Verhalten zu reflektieren und sich, in Absprache mit Lehrerin und betroffenen Kindern, selber Maßnahmen zur Wiedergutmachung bzw. Besserung zu überlegen.

Um gutes Verhalten zu belohnen, zeichnen wir zu jedem Zeugnistermin (neben einer Auszeichnung für Schulleistungen) ein Kind pro Klasse für sein besonders gutes oder im Einzelfall stark verbessertes Sozialverhalten mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk aus.

Dennoch gelingt es uns trotz aller Bemühungen natürlich nicht immer, Konflikte und Handgreiflichkeiten aus unserer Schule fernzuhalten. Kleinere Konflikte lösen die Kinder unserer Schule im Klassenrat. Für alle größeren oder länger andauernden Konflikte setzen wir mit meist gutem Erfolg auf die Zusammenarbeit mit den Eltern, ggf. auch unter Einbeziehung der Schulsozialarbeiterin und der Beratungslehrerin unserer Schule oder des Jugend-amtes.

Um das freundliche und höfliche Miteinander an unserer Schule zu fördern, gibt es an unserer Schule einen „Freundlichkeitswettbewerb“. Alle zwei Monate zeichnen wir pro Klasse den freundlichsten Schüler/ die freundlichste Schülerin mit einem Orden aus. Wir achten dabei besonders auf selbstständiges Grüßen und Rücksichtnahme und legen Wert auf den Gebrauch der Wörter „bitte, danke, Entschuldigung“.

Ebenfalls erhält jeweils eine Klasse pro Monat die Auszeichnung „fairste Klasse“ und darf dafür einen „Wanderpokal“ in Empfang nehmen.

2.6  Rhythmisierung

Eine sinnvolle Rhythmisierung der Schul- und Unterrichtszeiten ist uns sehr wichtig. Der Länge der Pausen sind allerdings durch äußere Bedingungen, insbesondere die Abfahrtszeiten der Busse, Grenzen gesetzt.

Die ersten drei Unterrichtsstunden werden favorisiert vom Klassenleiter unterrichtet. Plantechnisch bedingte Ausnahmen werden auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Diese Stunden werden in einem Block unterrichtet, der auch die Frühstückszeit beinhaltet. Die Gleitzeit sollte verstärkt für die Vorbereitung auf den Unterricht und einen gemeinsamen Tagesbeginn genutzt werden. Spätestens um 7.55 Uhr sind alle Schüler/innen im Klassenraum. Auch die Stunden nach der Hofpause (3.-6.Std.) ergeben einen Unterrichtsblock. Anschließend gehen alle Klassen mit ihren Erzieher/innen essen und haben die Gelegenheit zu einer Bewegungspause, bevor die Hausaufgabenzeit beginnt.

Tagesablauf/ Rhythmisierung

6.00 – 7.40 UhrFrühhort
7.40  – 8.00 UhrGleitzeit
8.00 – 10.30 Uhr  1. Block (3 Unterrichtstunden und Frühstück)
10.30 – 10.45 UhrHofpause
10.50 – 11.35 Uhr4. Stunde
11.40 – 12.25 Uhr5. Stunde
12.30 – 13.15 Uhr6. Stunde
13.15 – 13.45 UhrEssens- und Bewegungspause
13.45 – 14.30 UhrHausaufgabenzeit
15.00 – 16.00  UhrOffene Hortzeit
16.00 – 17.00 UhrSpäthort

Regelung zum Mittagessen:

Alle Klassen essen mit ihren Erzieher/innen gemeinsam nach dem Unterricht.

3.  Hortkonzept

3.0 Einleitung

Unser Hortkonzept unterstützt am Nachmittag unser Schulkonzept. Wir verstehen es als Ergänzung und nicht als Konkurrenz oder Ersatz zur häuslichen Erziehung.

Wir möchten allen Kindern ermöglichen, sich vom Schulalltag zu erholen, und den Kindern vielfältige Angebote bieten, um sich am Nachmittag frei entfalten zu können.

Dabei geht es uns nicht nur um außerunterrichtliche Lernangebote und Hausaufgabenbetreuung.

Ziel unserer Arbeit ist die ganzheitliche und freie Entfaltung unserer Kinder zu lebenstüchtigen und lebensfrohen sowie gesellschaftsfähigen und eigenverantwortlichen Menschen.

3.1 Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Ziel unserer Hortarbeit ist die Erweiterung und Festigung unterschiedlicher Schlüsselkompetenzen:

-Kommunikationsfähigkeit, Kooperation, Konfliktbewältigung

-selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen und Handeln

-gesundes Selbstbewusstsein ( Grenzen/ Begabungen)

-Kreativität und Geschicklichkeit

Die Erzieher/innen sehen sich in ihrer Arbeit als Anleiter, Begleiter, Beobachter und Impulsgeber. Gemeinsam mit den Kindern und individuell je nach Situation entscheiden sie über den Aufenthalt im Freien, Angebote oder freies Spiel.

Im regelmäßig tagenden Hortrat werden Wünsche und Anregungen der Kinder aufgegriffen und der Hort-Alltag reflektiert.

Wöchentliche Angebote auf der Grundlage des Thüringer Bildungsplanes sind u.a.:

  • musikalisch: Singspiele, Musikerziehung
  • mathematisch: verschiedene Spiele im Tagesablauf, Nutzung vorhandener Lernmittel, Computer mit Lernprogrammen
  • motorisch/ gesundheitlich: täglicher Aufenthalt im Freien, Bewegung in der Turnhalle, Entspannungsübungen mit Musik
  • künstlerisch: Bastelangebote, Teilnahme an Malwettbewerben
  • naturwissenschaftlich: Spaziergänge, Experimentieren, Naturbeobachten
  • sprachlich: Förderung verschiedener Formen der Kommunikation, Buchlesungen
  • soziokulturell/ moralisch: Gesprächsrunden, Freundschaften entwickeln und pflegen, gemeinsame Aktivitäten mit den örtlichen Vereinen z.B. Feuerwehr, Karnevalsverein oder Bibliothek, Gruppenerlebnisse wie z.B. Feste und Feiern
  • Räumliche Bedingungen

Grundsätzlich sind an unserer Schule die Klassenräume auch die Räume der Hortgruppen. Die Kinder werden dort nach dem Unterricht von den jeweiligen Erziehern übernommen, um gemeinsam zu essen (Schuleingangsphase) und nach einer angemessenen Erholungszeit Hausaufgaben zu machen. Für die offene Hortarbeit stehen zusätzlich ein Bauraum, ein Kreativraum, die Hortküche und ein Spielzimmer zur Verfügung. Aula und Turnhalle können ebenso genutzt werden.

Unser großes Außengelände mit einem Spielplatz, einer Sandkiste, verschiedenen Hügellandschaften, einem Hartplatz zum Fußball- und Basketballspiel lädt unsere Kinder zum Spielen ein.

3.2  Tagesablauf

6.00-7.40  Uhr           Frühhort

7.40-8.00  Uhr           Gleitzeit (Aufsicht liegt bei den Lehrerinnen)

8.00-11.35 Uhr          Schulvormittag (Schulbegleitung durch einige
                                 Erzieherinnen

11.40-13.40 Uhr        Mittagessen, Nutzung von individuellen Angeboten  

                                in den einzelnen Hortgruppen, Aufenthalt im Freien

13.45- 14.15 Uhr       gemeinsames Teetrinken im Gruppenverband

14.15- 15.00 Uhr       Hausaufgabenzeit ( Erledigung der Hausaufgaben
                                 in den einzelnen Hortgruppen)

15.00- 16.00 Uhr       Tagesausklang / Hortöffnung                                                                                                                             

(Aufenthalt im Freien, individuelles Spiel in     unseren speziellen Horträumen- Spielzimmer, Bau-und Kreativraum)        

16.00-17.00 Uhr        Späthort ( freitags-16.30 Uhr)

Der hausaufgabenfreie Tag wird in jedem Jahr in Absprache mit den Lehrerinnen bestimmt. Bis zu den Herbstferien bieten wir den Kindern gruppenspezifische Freizeitangebote an. Jede Erzieherin plant diese gemeinsam mit den Kindern.

Nach den Herbstferien finden dann für alle Hortkinder der Klassen 2-4 unsere Arbeitsgemeinschaften statt:  AG“ Sport“, AG“ Natur“, AG „Holzbearbeitung“, AG“ Kreatives Gestalten“, AG „Kochen und Backen“, AG „Handarbeit“, AG „Experimentieren und Forschen“. Zusätzlich versuchen wir Angebote über Kooperationspartner zur Verfügung zu stellen.

Die Kinder wählen frei aus, in welcher AG sie teilnehmen möchten, und dürfen nach einer bestimmten Zeit auch wechseln.

Feiern und besondere Höhepunkte finden ganztägig laut Schuljahresarbeitsplan statt.

3.3 Ferienbetreuung

Während der Ferien betreuen wir die Kinder in der Zeit von 6.30-16.00 Uhr in unseren Horträumen im Erdgeschoss. Wir sind eine große „ Familie“ und erleben alle Veranstaltungen gemeinsam. Die Frühstücks- und Mittagspause wird im Speisesaal vorgenommen. Je nach Kinderanzahl und Personaleinsatz planen wir vielfältige Betätigungen, Veranstaltungen und Ausflüge, um für die Kinder den Tagesablauf interessant und abwechs-lungsreich zu gestalten, z.B. Thementage, Spaziergänge, Wanderungen, Kino- und Kegelbahnbesuche, Sport in der Turnhalle, Entspannung sowie Aktivitäten mit ortsansässigen Vereinen.

4.  Zusammenarbeit mit externen Partnern

4.0 Kooperative Schulgestaltung

Unsere Schule ist eine Einrichtung innerhalb der Gemeinde Wutha-Farnroda und versteht sich als Partner aller anderen Einrichtungen. Häufige Kontakte entstehen zu anderen pädagogischen und sozialen Einrichtungen, aber auch zu Vereinen, Verbänden und den Unternehmen der Region. In der Gemeindeverwaltung wissen wir einen verlässlichen und hilfreichen Partner an unserer Seite.

4.1  Zusammenarbeit mit pädagogischen Partnern

4.1.1. Schulsozialarbeit

Die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Frau Müller ist weniger Kooperation als gelebte tägliche Zusammenarbeit. Frau Müller nimmt an Dienstberatungen, Schulkonferenzen und den täglichen Morgenbesprechungen teil und ist fester „Bestandteil“ unseres Schulalltags. Neben Einzel- und Gruppenterminen mit Kindern und Elterngesprächen plant Frau Müller auch Projekte für einzelne Klassen oder Klassenstufen, z.B. einen Tag mit dem Umweltmobil, einen Kinderschutz-Parcour oder ein Kuscheltier-Projekt. Täglichen Kontakt zu allen Kindern der Schule hat Frau Müller bei der Begrüßung an der Eingangstür und bei Spielangeboten in der Hofpause. Konflikte, die einer sofortigen Bearbeitung bedürfen, können in ihrer Verantwortung behandelt und gelöst werden, so dass die Unterrichtszeit effektiv genutzt werden kann.

4.1.2  Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum

Neben dem Kollegium der Grundschule arbeiten auch Kolleginnen aus unserer Netzwerkschule, dem Förderzentrum in Eisenach, fest an unserer Schule. Sie betreuen Kinder mit erhöhtem pädagogischen oder sonderpädagogischen Förderbedarf. Dabei fungieren sie als Zweitbesetzung im Unterricht. Außerdem führen sie Kleingruppen-förderung zu bestimmten Schwerpunkten durch. Für die Lehrerinnen sind sie Beraterinnen hinsichtlich methodischer Fragen der differenzierten Arbeit. Außerdem sind sie an der Erstellung und Umsetzung der Förder-pläne beteiligt und beraten Eltern über die weitere Schullaufbahn ihres Kindes.

In der Diagnostik und Beratung unterstützen uns die Kolleg/innen vom Team
zur Qualitätssicherung der sonderpädagogischen Begutachtung (TQB).

Unsere Schule beteiligte sich seit 2009 am Schulversuch „Schulversuch zur Unterrichtung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen im gemeinsamen Unterricht nach den Lehrplänen der Grund- und Regelschule“. Dieser Schulversuch endete 2015.

4.1.3        Zusammenarbeit mit Kindergärten

Unsere Schule wird von Kindern aus den vier Kindergärten der Gemeinde Wutha-Farnroda besucht.

Um den Übergang vom Kindergarten zur Schule möglichst sanft für die Kinder zu gestalten, haben sich in Zusammenarbeit mit den Kindergartenerzieherinnen folgende Maßnahmen bewährt:

  • Die Beratungslehrerin besucht den Kindergarten und führt erste Gespräche mit den Erzieherinnen.
  • Für die Erzieherinnen der Kindergärten besteht jederzeit die Möglichkeit, in der Eingangsstufe zu hospitieren.
  • Die Klassenbildung erfolgt in Absprache mit den Erzieherinnen.
  • Besuche der Kinder in der Schule zu Schnuppertagen, zu gemeinsamen Festen und Aufführungen werden geplant.

Zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit haben wir ein neues Kooperationskonzept mit den Verantwortlichen in den Kindergärten abgestimmt. (s. Anlage Kooperationsplan)

4.1.4  Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen

Nach der 4. Klasse besuchen die Kinder unserer Schule unterschiedliche Schulen. Daraus ergeben sich für uns verschiedene Kooperationen.

Mit der Regelschule in Wutha-Farnroda und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium in Ruhla gibt es während eines Schuljahres mehrere feste Termine. Die Schulleitungen stellen die Schulen auf einem Informations-abend für die Eltern der Viertklässler vor. Im zweiten Halbjahr finden dann Schnuppertage und andere Termine statt, bei denen die Schüler/innen ihre neue Schule und die zukünftigen Klassenlehrer schon kennenlernen können. Auch inhaltlich findet zunehmend ein kollegialer Austausch über Lerninhalte und -methoden statt.

Auch mit den Gymnasien und Regelschulen in Eisenach pflegen wir eine gute Zusammenarbeit, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleis-ten.

Viele unserer ehemaligen Schüler kommen gerne zu sozialen Tagen oder Berufspraktika an unsere Schule zurück und erleben den Schulalltag dann aus einer neuen Perspektive.

4.1.5        Zusammenarbeit mit den Eltern/dem Förderverein

Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit. Eltern sollen über  Neuerungen informiert werden und den Nutzen zum Wohle ihres Kindes erkennen. Dabei kommt den Elternabenden eine große Bedeutung zu. Sie sollen die Eltern informieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich mit ihren Anregungen aktiv in das Schulleben einzubringen. Um Verständnis bitten wir jedoch dafür, dass bestimmte pädagogische Entscheidungen allein vom pädagogischen Personal getroffen werden.

Die Schulkonferenz ist ein demokratisch gewähltes Organ der Schule, das sich aus drei Elternvertretern, drei Vertretern aus dem Kollegium und der Schulleiterin zusammensetzt. Es tritt drei bis vier Mal jährlich zusammen und berät über alle wichtigen Belange, die die Schulgemeinschaft betreffen.

An unserer Schule werden in allen Klassenstufen Lernentwicklungs-gespräche geführt. Beteiligt sind daran Eltern, Schüler und die Klassenlehrerin. Die Leistungen des Schülers werden gemeinsam reflektiert und Ziele für das kommende Halbjahr gesetzt. In der Schuleingangsphase findet in der Regel ein Gespräch pro Schuljahr statt, in der 3. und 4. Klassenstufe werden jeweils zwei Gespräche geführt.

Besonders gern werden wir mit den Eltern gemeinsam tätig. Diese Möglichkeit ergibt sich bei Wandertagen oder Projektwochen. Eltern, die die Gelegenheit haben, sich hier einzubringen, sind uns jederzeit herzlich willkommen.

Eine weitere Säule der Elternarbeit stellt der Förderverein der Grundschule dar. Hier findet eine sehr eng verzahnte und an den Bedürfnissen der Schule orientierte engagierte Arbeit statt, die die Durchführung von Schulfahrten, Wettkämpfen und Festen unterstützt sowie die Anschaffung von Büchern, Materialien und zusätzlichem Ausstattungsequipment (z.B. Schaukästen, Sonnensegel für die Sandkiste, Musikanlage, Sitzraufen, Gewächshaus etc.) ermöglicht. Für dieses Engagement  sind wir außerordentlich dankbar.

  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern

Eine Zusammenarbeit besteht mit folgenden Verbänden/ Einrichtungen/ Firmen:

  • Gemeindeverwaltung
    • Kindergärten und Regelschule
    • Firmen, die sich als Sponsoren betätigen (s. Internetauftritt des Fördervereins)
    • Sportvereinen, insbesondere dem SV Petkus Wutha-Farnroda und der Tanzgruppe des Karnevalvereins Farnroda

5. Traditionen

Viele Traditionen haben sich in den letzten 10 Jahren ausgebildet, die vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken sollen.

5.1 Wiederkehrende Höhepunkte im Schuljahr

EinschulungsfeierAufnahme der Erstklässler, gestaltet von den Kindern der 4. Klassen
Brandschutztag mit Feuerwehr-ProjektAktionstag für die ganze Schule
Crosslauffindet im Herbst im Schlosspark statt; Beteiligung der Kindergärten
Weihnachtsmarktfindet im Dezember mit Beteiligung des Fördervereins statt
WeihnachtsfeierSchulweihnachtsfeier am letzten Schultag in der Turnhalle
Fasching  Besuch des Rathauses zur Schlüsselübernahme & schulinterne Feier um den Rosenmontag
Schnuppertage im zweiten SchulhalbjahrBesuch der zukünftigen Erstklässler an unserer Schule
Besuch der Viertklässler an den weiterführenden Schulen
Lesewettbewerbfindet im Frühjahr statt; an der Jury beteiligen sich ehemalige Kolleginnen und Schüler/innen der Regelschule
Sportfestjährlich wechselnd als Unicef-Sponsorenlauf oder zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens
sportliches Frühlings- oder SommerfestOft verbinden wir das Sportfest am Vormittag mit einem ebenfalls bewegungsintensiven Schulfest.
Zweifelderball-Turnierregionales Turnier, an dem ausgewählte Schüler der vierten Klassen teilnehmen
Projektwochezu Anlässen wie Weihnachten, Ostern und zur Vorbereitung des Schulfestes; evtl. zu aktuellen Anlässen wie z.B. größeren sportlichen Ereignissen
WaldjugendspieleTeilnahme der 4. Klassen
Klassenfahrtenin der Regel die 4. Klassen
Abschiedsfeierfindet feierlich am letzten Schultag mit den Eltern statt

5.2 Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindergärten

AktivitätTermin/ZeitraumBeteiligte
Ausgabe der Anmeldeunterlagen an die Eltern über die KindergärtenAprilKindergärten/Schule
SchulanmeldungMaiEltern/Schule
Vereinbarungstreffen für das neue SchuljahrSeptember/Oktober Terminvorschlag erfolgt von der SchuleLeiterinnen aller Kindergärten, Schulleiterin der Grundschule, Beratungslehrerin, MSD und SPF
Teilnahme am Crosslauf der SchuleFreitag Ende Sept./Anfang Okt.ganze Schule, Kindergärten wenn organisatorisch möglich
Aushändigung der Schweigepflichtsentbindung an die Eltern der SchulanfängerSeptemberSchule, Aushändigung in den Kindergärten (neu mit Mailadresse)
Beratung für das neue Schuljahr ProjektbesprechungSeptember/OktoberBeratungslehrerin und Beratungserzieherinnen
Terminaushang für die SchulanfängerNovemberSchule, Aushang durch die Kindergärten
SchulhausrallyeNovemberSchulanfänger mit Erzieher/innen
Anforderung der Beratungslehrerin durch die Kindergärten (Formular)Meldung an die Schule bis Oktober, bei späterem Bedarf laufendLeiterinnen der Kindergärten
Hospitationen in den KindergärtenOktober bis Dezember, Terminvereinbarung durch die BeratungslehrerinKindergärten, Beratungslehrerin
ggf. weitere Hospitationennach VereinbarungKindergärten, Beratungslehrerin, ggf. MSD/SPF
1. Elternabend : Informationen zum SchulanfangNovember/Dezember, Terminvereinbarung               durch LeitungenSchulleitung, Kindergartenleitung, Beratungslehrerin
Festlegung der Klassenlehrer/innen für die zukünftigen ersten Klassennach Möglichkeit DezemberSchulleitung, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Westthüringen
ggf. Beratungstreffennach den WinterferienBeratungslehrerin und Beratungserzieherinnen
Monatliche Schnupperstunden für Schulanfängerkinder mit thematischem Elterncafé in Kooperation mit THEKIZFebruar-MaiKinder, Eltern, Kollegium  
Besuch der Erzieherinnen in den ersten Klassennach den OsterferienErzieherinnen/ Klassenlehrer/innen der ersten Klassen
1. KlassenelternabendAnfang JuniKlassenlehrer/innen der zukünftigen ersten Klassen
Projektauswertung und Planungstreffen für das neue SchuljahrEnde Mai/Anfang JuniBeratungslehrerin und Beratungserzieherinnen
VorbereitungswocheMaterial-ElternnachmittagKlassenlehrer/innen und Eltern
SchuleinführungsfeierSonnabend vor dem ersten SchultagSchule/Kindergarten/ Kinder/Eltern
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